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Frankreich und die Türkei halten den Export 2025 trotz hoher Risiken aufrecht.
2025 bleiben 8.600 französische Exportunternehmen in der Türkei aktiv. Innovation treibt neue Branchen, während Zoll, Ursprung und sektorale Beschränkungen die Compliance prägen.
Ein hohes geopolitisches Risiko bleibt bestehen, doch 2025 halten 8.600 französische Unternehmen ihre Warenströme in die Türkei aufrecht, so Le Moci (2025). Traditionelle Branchen behalten ihr Gewicht, zugleich gewinnt Innovation in neuen Wertschöpfungsketten an Bedeutung, die die Branche genau beobachtet.
Der Rahmen: Wo französische Unternehmen aktiv sind.
2025 bleibt die Türkei für französische Exporteure der 13. Markt außerhalb der EU, getragen von der Entwicklung der Automobilindustrie, des spezialisierten Handels und der Logistik. Vinci, Bouygues und Lafarge führen Verträge im Infrastrukturbereich aus, doch die Branche investiert laut Le Moci (2025) auch in grüne Technologien, Premium-Lebensmittel und digitale Geschäftsmodelle. Die Türkei zieht Unternehmen an, weil sie als Plattform zwischen Europa, dem Nahen Osten und Zentralasien wirkt.
Le Moci betont: „Trotz der Volatilität der Lira setzen französische Unternehmen auf lokale Innovationsprojekte - automatisierte Industrieprozesse und neue Logistikstandards.“ Der Großteil der Exporte entfällt jedoch weiterhin auf AEO-Unternehmen oder auf Betreiber, die bereits über konsolidierte regionale Warenströme verfügen.
Regulatorischer Rahmen und Sicherheit des Handels.
Die Türkei verfügt seit 1996 über eine partielle Zollunion mit der EU, ausgenommen sind unverarbeitete Agrarerzeugnisse und bestimmte sensible Sektoren (Europäische Kommission, abgerufen am 13. Mai 2026). Das nationale Zollrecht entwickelt sich weiter, die jüngste Reform ist am 1. Januar 2025 in Kraft getreten. Französische Wirtschaftsbeteiligte müssen bei EU-Türkei-Verkehren Artikel 70 des Zollkodex der Union für die Ermittlung des Zollwerts beachten und zugleich Präferenzursprungsnachweise EUR.1 sowie Lieferantenerklärungen auf der Rechnung prüfen.
Seit 2022 hat die Türkei das allgemeine Einfuhrregime und sektorale Beschränkungen verschärft, insbesondere für Güter mit doppeltem Verwendungszweck und bestimmte technologische Ausrüstungen (Europäische Kommission, 2026). Der Status als zugelassener Wirtschaftsbeteiligter, der oft unverzichtbar ist, um Logistikunterbrechungen zu vermeiden, verbreitet sich bei in Frankreich tätigen Spediteuren auf diesem Korridor zunehmend.
Innovative Branchen: Neupositionierung und Öffnung.
Digitale Branchen, Gesundheit und Umwelt stehen inzwischen für 8 % bis 10 % der Ausfuhranmeldungen, so MOCI Export Decision (2025), und legen binnen Jahresfrist zu. Die Türkei führt Förderprogramme für ausländische Industrieinvestitionen ein, insbesondere für innovative Co-Entwicklungen: Logistikautomatisierung, KI-Plattformen für die Supply Chain sowie Ausrüstung mit geringem CO2-Fußabdruck für Bau und Lebensmittelverarbeitung.
Einige Segmente binden inzwischen nicht traditionelle Akteure ein: französische Digital-KMU, RSE-Beratungsbüros und spezialisierte Dienstleistungsunternehmen. Diese Warenströme erfordern erhöhte Aufmerksamkeit für die Einhaltung der besonderen Zollverfahren und des Präferenzursprungs. Der Zollanmelder muss die Schlüssigkeit der Nachweise sicherstellen, sonst droht bei einer nachträglichen Prüfung eine zollrechtliche Nacherhebung.
Operative Hürden und Signale aus der Branche.
Die Marktteilnehmer nennen als Hauptrisiken die kurzfristige Verschärfung der Einfuhrkontrollen auf türkischer Seite und die anhaltende Währungsvolatilität. Dem begegnen sie mit Klauseln wie Incoterms „DAP türkische Grenze“ oder mit einer systematischen Fakturierung in Euro (Le Moci, 2025). Der IFC-Transit in den Kaukasus oder nach Zentralasien unterliegt weiterhin schwankenden Laufzeiten, die mit Hafenüberlastung oder mit punktuellen Sicherungsmaßnahmen für sensible Sendungen zusammenhängen (Defense News, 12. Mai 2026).
Spezialisierte Abläufe entstehen, um den Grenzübertritt innovativer Branchen in türkischen Freizonen zu beschleunigen - zu den ersten Fristen zählt nach Angaben der lokalen Behörden die für das zweite Halbjahr 2026 vorgesehene Digitalisierung der Ausfuhrkontrolle. Die Branche muss ihr Regulatory Monitoring ausbauen und die Aufmerksamkeit für den Zollwert verstärken, insbesondere wenn Ausrüstungen oder Software in den türkischen Markt eingeführt werden, die spezifischen Zöllen oder Zollkontingenten unterliegen.
Mehr als 8.600 französische Exportunternehmen steuern ihre Risiken in der Türkei vor dem Hintergrund eines steigenden Drucks auf Innovation und Zoll-Compliance (Le Moci, 2025).
Quellen: Le Moci (2025) · Europäische Kommission, Zollunion Türkei-EU · Defense News, 12/05/2026.
Zitierte Quellen
- Le Moci - Le Moci