- The Trade Hub
- ...Nachrichten
- Regulierung
- Der britische Zementsektor gerät ab 2027...
Der britische Zementsektor gerät ab 2027 durch den CBAM unter regulatorischen Druck.
Das Vereinigte Königreich will den CBAM zum 1. Januar 2027 anwenden. Wenn sich das System nicht mit dem EU-CBAM abstimmt, drohen der britischen Zementbranche Wettbewerbsnachteile und höhere Carbon-Compliance-Risiken.
Was Sie wissen müssen.
Die Branche steht vor der Umsetzung des CO2-Grenzausgleichssystems (CBAM) der Europäischen Union, das bereits gilt, während das Vereinigte Königreich seine eigene Fassung zum 1. Januar 2027 plant. Eine fehlende Abstimmung zwischen beiden Systemen stellt für den britischen Zementsektor ein konkretes Risiko dar.
Kernpunkte.
- Der britische CBAM tritt zum 1. Januar 2027 in Kraft, die öffentliche Konsultation wurde im Februar 2026 eröffnet.
- Referenz: EU-CBAM, Verordnung (EU) 2023/956 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 10. Mai 2023, sowie der britische CBAM-Entwurf in Konsultation.
- Die Branche befürchtet einen Verlust an Wettbewerbsfähigkeit und ein höheres Risiko von Zementimporten mit größerem CO2-Fußabdruck.
Kontext und Herausforderungen.
Seit 2023 wendet die EU den CBAM an, um Risiken der Carbon Leakage zu begrenzen, und erfasst unter anderem den Zementsektor, siehe Anhang I der Verordnung (EU) 2023/956. Das Vereinigte Königreich finalisiert ein ähnliches System für Januar 2027, allerdings mit technischen und tariflichen Abweichungen. Die Branche muss mit Unsicherheit bei den Methoden zur Berechnung importierter Emissionen und bei den Belastungen umgehen, die auf grenzüberschreitende Warenströme zwischen dem Vereinigten Königreich und der EU zukommen. Der britische Zementsektor hat sich zur Dekarbonisierung verpflichtet, nach Angaben der Mineral Products Association sanken die Emissionen seit 1990 um 63 %. Ein schlecht kalibrierter CBAM könnte diese Entwicklung destabilisieren und Importe von außerhalb der EU mit höherer CO2-Intensität begünstigen.
Auswirkungen für die Praxis.
Anmelder sollten beobachten, ob sich die britischen und europäischen CBAM-Regelungen inhaltlich angleichen oder auseinanderentwickeln, und welche Nachweise für importierte Emissionen verlangt werden. Importeure müssen die Erhebung von Daten zum CO2-Gehalt ihrer Produkte systematisch aufsetzen, um die britische CBAM-Belastung bei der Einfuhr frühzeitig zu antizipieren. Speditionen sollten ihre Kalkulations- und Analysetools für Warenströme neu justieren, damit sie die neuen Compliance-Kosten abbilden. Compliance-Officer müssen auf die Richtigkeit des Carbon-Reportings gegenüber britischen und europäischen Behörden achten.
Nächste Schritte.
- Februar 2026: Ende der Konsultationsfrist zum britischen CBAM.
- Mai 2026: Veröffentlichung des endgültigen Textes wird erwartet.
-
- Januar 2027: Inkrafttreten des britischen CBAM.
- Empfohlene Maßnahmen: an der Konsultation teilnehmen, sensible Warenströme kartieren, Systeme zur Carbon-Nachverfolgung anpassen, Lieferantendokumentation prüfen.
Der britische CBAM wird zum 1. Januar 2027 wirksam, wesentliche Änderungen werden bis Ende 2026 erwartet.
Quelle: The Manufacturer / Verordnung (EU) 2023/956.
Zitierte Quellen
- Themanufacturer - Themanufacturer