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Die EU billigt das Turnberry-Abkommen und schafft 2025 vereinbarte US-Zölle ab.
Das Europäische Parlament hat am 26. März 2026 den Abbau von Zöllen auf Industriegüter und die Öffnung von Zollkontingenten für bestimmte US-Agrarwaren gebilligt.
Das müssen Sie wissen.
Am 26. März 2026 hat das Europäische Parlament die Abschaffung von Zöllen auf Industriegüter und die Öffnung von Zollkontingenten für bestimmte Agrarwaren zugunsten der Vereinigten Staaten gebilligt. Damit setzt die EU das im Sommer 2025 zwischen der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten geschlossene Turnberry-Abkommen um.
Kernpunkte.
- Das Europäische Parlament hat am 26.03.2026 im Plenum für die Abschaffung von Industriezöllen gestimmt.
- Die Maßnahme folgt auf das Turnberry-Abkommen zwischen der EU und den USA aus dem Sommer 2025, die Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union steht noch aus.
- Zollanmelder, Speditionen und Importeure müssen die Änderungen bei den betroffenen Tariflinien frühzeitig einplanen.
Kontext und Bedeutung.
Das transatlantische Handelsklima hat sich verbessert. Das Turnberry-Abkommen knüpft an die Handelsgespräche zwischen der EU und den USA an und soll nichttarifäre Handelshemmnisse abbauen sowie industrielle Warenströme liberalisieren. Es sieht vor, Zölle auf Tausende Tarifpositionen des Gemeinsamen Zolltarifs der EU schrittweise abzuschaffen und zugleich Zollkontingente für Agrarwaren mit Ursprung in den Vereinigten Staaten zu öffnen. Diese Maßnahmen verlangen die strikte Einhaltung des europäischen Zollrechts, insbesondere der Präferenzursprungsregeln und der zutreffenden Einreihung der Waren nach dem Zollkodex der Union, Verordnung (EU) Nr. 952/2013, sowie nach dem Integrierten Tarif der Europäischen Union, TARIC.
Auswirkungen für die Praxis.
Zollanmelder und Speditionen müssen ihre Anmeldeprozesse anpassen und die neuen Zollbefreiungen für die betroffenen Tarifpositionen berücksichtigen. Importeure sollten prüfen, ob ihre Waren für diese Zollsenkungen in Betracht kommen, und sicherstellen, dass die erforderlichen Ursprungsnachweise vorliegen. Exporteure in die Vereinigten Staaten können mit Gegenmaßnahmen auf Gegenseitigkeit rechnen. Compliance-Officer müssen interne Kontrollen und Tarifmatrizen aktualisieren, um die Einhaltung der Vorgaben sicherzustellen. Die präzise Einreihung der Waren gewinnt weiter an Bedeutung, ebenso die Verwaltung der Begleitdokumente und der Nachweis, dass die geltenden Kontingente eingehalten werden.
Nächste Schritte.
- Die offizielle Entscheidung soll bis April 2026 im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht werden und danach in Kraft treten.
- Zollanmelder und Speditionen müssen ihre IT-Systeme anpassen, damit neue zollfreie oder kontingentierte Tariflinien abgebildet werden.
- Importeure und Exporteure müssen über die Voraussetzungen für den Zugang zu den neuen Zollregelungen informiert werden.
- Die Veröffentlichung der betroffenen Warenlisten in TARIC muss fortlaufend beobachtet werden.
Das Europäische Parlament billigt am 26. März 2026 die 2025 vereinbarte Abschaffung von Industriezöllen zwischen der EU und den USA.
Quelle: Borderlex, Turnberry-Abkommen EU-USA.
Zitierte Quellen
- Borderlex - Borderlex