Exportkontrolle – Dual-Use-Güter
Klassifizierung von Dual-Use-Gütern gemäß EU-Anhang I 2021/821. 378 ECN-Einträge, technische Schwellenwerte, Sanktionsprüfung.
Das Exportkontroll-Tool von The Trade Hub bestimmt, ob ein Gut, eine Technologie oder Software gemäß der europäischen Dual-Use-Verordnung (EU 2021/821) exportkontrollpflichtig ist. Es basiert auf dem gesamten Anhang I und den Kontrolllisten des Wassenaar-Abkommens 2025.
Dieses Tool ist eine Klassifizierungshilfe. Es ersetzt nicht die rechtliche Analyse durch einen Exportkontrollexperten noch die regulatorische Verantwortung des Exporteurs. Im Zweifelsfall konsultieren Sie bitte die zuständige nationale Behörde (z. B. die französische SBDU) oder einen spezialisierten Anwalt.
Regulatorischer Kontext
Die Verordnung EU 2021/821 verpflichtet jeden europäischen Exporteur, vor jedem Export außerhalb der EU zu prüfen, ob seine Güter auf der Kontrollliste (Anhang I) aufgeführt sind. Diese Verpflichtung umfasst:
- Physische Güter (Ausrüstung, Komponenten, Materialien)
- Software, die speziell für kontrollierte Zwecke entwickelt oder modifiziert wurde
- Technologie, die für die Entwicklung, Herstellung oder Nutzung kontrollierter Güter erforderlich ist
- Catch-all: nicht gelistete Güter, die für militärische oder Proliferations-Endverwendungen bestimmt sind
Nichtbeachtung zieht strafrechtliche Sanktionen und mögliche Aussetzung von Exportlizenzen nach sich.
Datenbank
| Quelle | Umfang | Details |
|---|---|---|
| Anhang I EU 2021/821 | 378 ECN-Einträge | Europäische Kontrollnummer – 10 Kategorien (0–9) |
| Untereinträge | 2.287 | Detaillierte technische Beschreibungen |
| Technische Schwellenwerte | 1.030 | Messbare Parameter, die Kontrolle auslösen |
| Wassenaar-Abkommen 2025 | Integriert | Aktualisierte multilaterale Kontrollliste |
Die 10 Kategorien des Anhangs I
| Kategorie | Bereich |
|---|---|
| 0 | Nukleare Materialien, Anlagen und Ausrüstung |
| 1 | Spezielle Materialien und zugehörige Ausrüstung |
| 2 | Materialverarbeitung |
| 3 | Elektronik |
| 4 | Computer |
| 5 | Telekommunikation und Informationssicherheit |
| 6 | Sensoren und Laser |
| 7 | Navigation und Avionik |
| 8 | Marine |
| 9 | Luft- und Raumfahrt sowie Antriebstechnik |
Funktionsweise
Klassifizierungspipeline
Das Tool folgt einer strukturierten mehrphasigen Pipeline:
1. Intelligente Vorauswahl
Der Nutzer beschreibt das zu exportierende Gut (Art, technische Spezifikationen, Bestimmungsort, Endverwender). Das Tool bewertet, ob die bereitgestellten Informationen für eine zuverlässige Klassifizierung ausreichen. Sind technische Spezifikationen unvollständig, werden Klärungsfragen gestellt.
Klärungsfragen verbrauchen kein Kontingent. Nur die endgültige Klassifizierung wird gezählt.
2. Suche in der Kontroll-Datenbank
Die Pipeline durchsucht unsere Wissensdatenbank mit dem gesamten Anhang I:
- Semantische Suche über technische Beschreibungen von 2.287 Untereinträgen
- CN/ECN-Korrelation (Abgleich zwischen Kombinierter Nomenklatur-Codes und Europäischen Kontrollnummern)
- Neu-Rangierung zur Isolierung der relevantesten ECN-Einträge
3. Agentenbasierte Klassifizierung
Ein dediziertes Modell analysiert Kandidaten-ECN-Einträge mit spezialisierten Werkzeugen:
- Überprüfung technischer Schwellenwerte: Vergleich der Produktspezifikationen mit 1.030 messbaren Anhang-I-Schwellenwerten (Frequenz, Leistung, Genauigkeit, Auflösung etc.)
- Sanktionsprüfung: Überprüfung von Bestimmungsort und Endverwender
- Catch-all-Bewertung: Analyse des Umleitungsrisikos auch für nicht gelistete Güter
4. Strukturiertes Ergebnis
Die Klassifizierung liefert ein sofort umsetzbares Ergebnis.
Ergebnisse
| Element | Beschreibung |
|---|---|
| Status | Kontrolliert oder nicht kontrolliert |
| ECN | Anwendbare Europäische Kontrollnummer (z. B. 3A001, 5A002) |
| Ausgelöste Schwellenwerte | Technische Parameter, die Grenzwerte überschreiten |
| Erforderliche Lizenz | Art der benötigten Exportlizenz |
| Catch-all-Risiko | Bewertung des Umleitungsrisikos |
| Begründung | Detaillierte Begründung mit Verweisen auf Anhang I |
Interaktiver Modus
Das Tool arbeitet im Konversationsmodus (SSE). Der Nutzer beschreibt sein Gut schrittweise, das Tool stellt Klärungsfragen bei unzureichenden Spezifikationen und erstellt anschließend die vollständige Klassifizierung.
Jede Klassifizierung wird in einer Sitzung gespeichert, die später eingesehen werden kann. Sitzungen können als Lesezeichen für Referenzzwecke markiert werden.
Für wen dieses Tool gedacht ist
| Profil | Anwendungsfall |
|---|---|
| Compliance-Beauftragte | Systematische Prüfung von Gütern vor dem Export |
| Exporteure | Schnelle Statusprüfung eines Produkts |
| Spediteure | Identifikation von gütern, die eine Lizenz benötigen |
| Spezialisierte Anwälte | Regulatorische Analyse und Compliance-Dokumentation |
| Berater | Audit von Export-Compliance-Programmen der Kunden |
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